The Hamburg Ship Model Basin

Setting the Standard in Ship Optimisation

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Reederseminar 2019

 

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Wir möchten Sie recht herzlich einladen zum

5. HSVA - Reederseminar

Emissionsreduktion in der Schifffahrt – Beitrag von Entwurf und Hydrodynamik

Mittwoch, 20. März 2019 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr

im east Hotel Hamburg
Simon-von-Utrecht-Straße 31, 20359 Hamburg

Die Akteure in der Schifffahrt sind zunehmendem politischen und öffentlichen Druck ausgesetzt, die von der Schifffahrt verursachten Emissionen stark zu reduzieren. EEDI, SECAs und die kommende 2020 Sulphur Cap stehen dabei beispielhaft für die auf die Schifffahrt zukommenden Herausforderungen in finanzieller wie technischer Hinsicht. Das Seminar thematisiert, welchen Beitrag neue Entwicklungen in Schiffsentwurf und Hydrodynamik hierbei leisten können und wie die HSVA bei der Adressierung der entscheidenden Fragen unterstützen kann. Das Programm umfasst Beiträge zu den Bereichen:

  • Betriebsoptimaler Schiffsentwurf unter Berücksichtigung von EEDI, Minimum Safe Powering / Safe Return to Port
  • Widerstandsreduzierung von Schiffsrümpfen durch Formoptimierung und reibungsreduzierende Maßnahmen
  • Nachrüstung und Umbau von existierenden Schiffen (Rumpfmodifikation, Propellertausch, propulsionsverbessernde Maßnahmen)
  • Maßnahmen im Schiffsbetrieb

 

Bitte nutzen Sie die nachstehende E-Mail-Adresse für Ihre Anmeldung:
seminar@hsva.de

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Wir freuen uns, Sie am 20. März bei unserem Seminar begrüßen zu dürfen!

Ansprechpartner:

Hilmar Klug
Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt GmbH
Bramfelder Strasse 164
D-22305 Hamburg, Germany
Tel. +49-40-69203-225
Fax +49-40-69203-345
E-Mail: seminar@hsva.de

Programm

5. HSVA Reederseminar 2019
Emissionsreduktion in der Schifffahrt
– Beitrag von Entwurf und Hydrodynamik –

Wann:               20. März 2019 von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Wo:   east Hotel Hamburg

Simon-von-Utrecht-Straße 31

20359 Hamburg

14:00 Uhr   Anmeldung
15:00 Uhr   Begrüßung
15:10 Uhr   Einführung HSVA
15:30 Uhr   Der Entwurf effizienter Schiffe – die Rolle der Schiffbauversuchsanstalt in einem holistischen Prozess

- Dr. Jochen Marzi

16:00 Uhr   Pause
16:15 Uhr   Hydrodynamische Randbedingungen für den sicheren und effizienten Schiffsbetrieb

- Dr. Petri Valanto

16:45 Uhr   Nachweis der benötigten Antriebsleistung in der Großausführung - Herausforderungen und Lösungen

- Dr. Florian Kluwe

17:15 Uhr   Offene Diskussion und Feedbackrunde
17:45 Uhr   Pause

18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

  Fingerfood & Drinks

Der Entwurf effizienter Schiffe – die Rolle der Schiffbauversuchsanstalt in einem holistischen Prozess

Schiffsentwurf ist heute ein ganzheitlicher Prozess, in dem eine Vielzahl unterschiedlichster Designdisziplinen eine entscheidende Rolle spielen. Hydrodynamik ist neben Stabilität, Festigkeit und vielen anderen eine unabdingbare Voraussetzung zur Erfüllung der Transportaufgabe eines Schiffes. Wirtschaftlichkeit und gesetzliche Umweltanforderungen verlangen heute wie auch in der Zukunft besonders effiziente und emissionsarme Schiffe. Im Entwurfsstadium werden wesentliche Weichen für den sicheren, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betrieb gestellt. Bereits an dieser Stelle gibt es für Reeder, Eigner und Charterer Möglichkeiten, Einfluss auf das zukünftige Schiff und dessen Position im Markt zu nehmen. Dabei kommt der Hydrodynamik in vielen Fällen eine besondere Bedeutung zu. Die Rolle der Schiffbauversuchsanstalt entwickelt sich zunehmend hin zu einem zentralen Dienstleister im Entwurfsprozess, der mit speziellen Kenntnissen und Untersuchungen zur Produktentwicklung, auch unter Berücksichtigung des Lebenszyklus beiträgt. In dem Vortrag werden aktuelle Entwicklungen der HSVA aus den Bereichen Schiffswiderstand, Propulsion und Energiemanagement im Betrieb aufgegriffen. Mit modernen Methoden werden die Komponenten des Widerstands, von der Reibung bis zur Aerodynamik, untersucht und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt.

 Vortragender: Dr. Jochen Marzi


Hydrodynamische Randbedingungen für den sicheren und effizienten Schiffsbetrieb

Beim Schiffsentwurf steht traditionell die Leistungsoptimierung im Fokus mit dem offensichtlichen Ziel den Treibstoffverbrauch und somit die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten. Der EEDI verstärkt darüber hinaus diese trivialen Bestrebungen unter Betrachtung des CO2-Ausstoßes pro Transportarbeit. Setzt man beim Widerstand des Schiffsrumpfes an, so ist nicht nur glattes Wasser, sondern abhängig von Seegebiet und Route auch der Zusatzwiderstand in Wellen ein lohnenswertes Nebenziel der hydrodynamischen Rumpfformoptimierung.

Diesen Ansätzen, mit dem Ziel Betriebskosten zu senken, stehen häufig Sicherheitsvorschriften und -bedenken gegenüber. Bei der Leistungsoptimierung stellt man sich unweigerlich die Frage: Wie viel Leistung ist notwendig, um auch in widrigen Umweltbedingungen noch sicher navigieren zu können? Wie kann ich „Safe Return to Port“ oder „Minimum Safe Powering“ Anforderungen erfüllen ohne unnötige Zusatzleistung zu installieren?

Neue Herausforderungen ergeben sich darüber hinaus im Hinblick auf das Potential arktischer Schifffahrtswege. Welche Randbedingungen erwarten mich hier?

Der Vortrag wird diese Fragestellungen aufgreifen, den Kontext mit Anforderungen und Vorschriften beleuchten und detaillierte Einblicke geben.

 Vortragender: Dr. Petri Valanto


Nachweis der benötigten Antriebsleistung in der Großausführung - Herausforderungen und Lösungen

Die Bestimmung der benötigten Antriebsleistung eines Schiffes ist ein wichtiger Parameter für den Nachweis der Leistungsfähigkeit eines Schiffsentwurfs. Sie ist verknüpft mit zahlreichen vertraglichen wie gesetzlichen Verpflichtungen. Dazu gehört der Bauvertrag in dem üblicherweise Zielgrößen für Leistung und Geschwindigkeit festgelegt sind. Außerdem ist die benötigte Antriebsleistung, bzw. die erreichte Schiffsgeschwindigkeit Grundlage für den Nachweis des Energy Efficiency Design Index (EEDI). Des Weiteren ist sie häufig Entscheidungsgrundlage für Investitionen, beispielsweise die Nachrüstung von propulsionsverbessernden Maßnahmen.

Aufgrund der somit verknüpften hohen Kostenrelevanz ist eine sorgfältige Durchführung und Auswertung von Leistungsmessungen auf Schiffen von hoher Wichtigkeit.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die derzeit gängigen Standardverfahren (ISO 15014:2014, ITTC 7.5-04-01-01.1 (2017)) zur Durchführung und Auswertung und zeigt anhand von Beispielen aus der Praxis die Ursachen von häufig beobachteten Ungenauigkeiten  auf. Auf Basis von ausgewerteten Daten gehen wir außerdem der Frage nach, welche Genauigkeiten in der Prognose typischerweise erreichbar sind.

 Vortragender: Dr. Florian Kluwe

 

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